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Germany


Steuerzahnräder Awo 425 Tourer - Sport




Liebe Oldtimerfreund !

hiermit presentiren wir euch neue Steuerzahnräder für Awo 425 T und S.


Simson AWO 425 – Entwicklung neuer Steuerzahnräder nach originalem Vorbild.


Die Simson AWO 425 ist eines der charakteristischsten Motorräder der deutschen Nachkriegsgeschichte. Seit 1950 

wurde sie im Werk in Suhl produziert und erlangte schnell Anerkennung durch ihre solide Konstruktion, ihre 

Langlebigkeit und ihren Viertaktmotor, der sie von vielen damaligen Motorrädern unterschied. Sowohl die 

Tourenausführung AWO 425 Touren als auch die später erschienene, sportlichere AWO 425 Sport haben bis heute 

zahlreiche Liebhaber und Sammler.

Obwohl inzwischen mehrere Jahrzehnte vergangen sind, werden diese Motorräder weiterhin restauriert, 

wiederaufgebaut und gefahren. Die Erhaltung ihrer ursprünglichen Konstruktion stellt jedoch eine immer größere 

Herausforderung dar. Viele Bauteile sind bereits stark verschlissen, und die auf dem Markt erhältlichen Ersatzteile 

entsprechen nicht immer den Anforderungen, die an eine fachgerechte Motorüberholung gestellt werden.

Wie so oft in solchen Situationen wird die Notwendigkeit zum Anstoß für neue Ideen – eine Aktion löst eine Reaktion 

aus. Unser befreundeter Mechaniker Piotr Kluska, der sich seit vielen Jahren intensiv mit AWO-Motorrädern 

beschäftigt, machte uns auf die Probleme aufmerksam, mit denen er bei der Überholung dieser Motoren konfrontiert 

wird. Außerdem stellte er uns umfangreiches Vergleichsmaterial zur Verfügung: originale Steuerzahnräder sowie eine 

ganze Auswahl an Motorblöcken aus zerlegten Motoren.




Von entscheidender Bedeutung war dabei ein Motorblock mit der werkseitig eingeschlagenen Kennzeichnung " 0 ", 

zusammen mit dem vollständigen Satz originaler, ab Werk auf diesen Block abgestimmter Steuerzahnräder. Dieser 

Satz diente als Referenz für die weiteren Arbeiten und Vergleiche.

Die übrigen von Piotr zur Verfügung gestellten Motorblöcke und Steuerzahnräder ermöglichten uns, die 

Zusammenhänge zwischen den einzelnen Auswahlgruppen zu untersuchen. Mit Motorblöcken, deren 

Kennzeichnungen von −8 bis +6 reichten, und insbesondere mit dem Referenzsatz der Gruppe 0 konnten wir 

versuchen, die werkseitigen Zuordnungsregeln für die Steuerzahnräder zu rekonstruieren und die Maßunterschiede 

zwischen den einzelnen Auswahlgruppen zu ermitteln.

Gerade die Auswahlgruppen erwiesen sich als einer der interessantesten Aspekte des gesamten Projekts und bildeten 

den Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung neuer Steuerzahnräder.




Originalkonstruktion und werkseitige Auswahlgruppen


Die Steuerzahnräder, die wir als Vorlage verwendet haben, stammen aus späteren Produktionsjahren und 

entsprechen einer neueren Konstruktionsausführung. Diese verfügt über eine Bohrung zur Montage des 

Kurbelgehäuseentlüfters. 

Im Übrigen haben wir uns entschieden, die ursprüngliche Konstruktion beizubehalten.

Eine der zentralen Aufgaben des Projekts bestand darin, die richtigen geometrischen Parameter der Verzahnung 

sowie die Maßzusammenhänge zu bestimmen, die den auf den Motorblöcken der Simson AWO eingeschlagenen 

Auswahlgruppen entsprechen.

Bei der Untersuchung der originalen Motorblöcke, der Positionen der eingeschlagenen Kennzeichnungen und ihrer 

Ausführung lässt sich eine interessante Hypothese zur Organisation der werkseitigen Montage aufstellen. Die 

Kennzeichnungen wurden von Hand in einem bestimmten Bereich des Motorblocks angebracht. Ihre Position und 

Ausführung zeigen jedoch nicht die für eine maschinelle Kennzeichnung typische Wiederholgenauigkeit.

Daraus ergibt sich die Vermutung, dass die endgültige Kennzeichnung der Auswahlgruppe möglicherweise 

unmittelbar während der Motormontage erfolgte. Denkbar ist, dass ein Mitarbeiter über einen Satz 

Referenzzahnräder 

und Schlagzahlen verfügte und anhand der Kontrolle des Zahneingriffs – beispielsweise mithilfe einer Fühlerlehre – 

den passenden Zahnradsatz auswählte. Anschließend kennzeichnete er den Motorblock nach den geltenden 

Werksvorgaben mit der Nummer der ermittelten Auswahlgruppe.

Dies ist selbstverständlich nur eine mögliche Interpretation, da wir bislang keine Dokumentation finden konnten, die 

diesen Ablauf eindeutig beschreibt.

Im Rahmen unserer Arbeiten haben wir mehrere originale Nockenwellenzahnräder aus unterschiedlichen Motoren 

vermessen, die sich zudem in verschiedenen Verschleißzuständen befanden. Der Vergleich der Ergebnisse zeigte 

bestimmte wiederkehrende Zusammenhänge. Auf dieser Grundlage konnten wir einen ungefähren Maßabstand 

zwischen den Auswahlgruppen ermitteln, die auf den untersuchten Motorblöcken gekennzeichnet waren.


DIE KENNZEICHNUNGEN DER AUSWAHLGRUPPEN AUF ORIGINALEN 

MOTORBLÖCKEN




Auswahl der Steuerzahnräder – unsere Lösung


Bei der Untersuchung der originalen Steuerzahnräder stellten wir fest, dass auch die auf den Nockenwellen sitzenden 

Zahnräder geringfügige Maßunterschiede aufweisen. Dies deutet darauf hin, dass das werkseitige Auswahlsystem 

möglicherweise beide miteinander kämmenden Bauteile berücksichtigte und nicht ausschließlich ein einzelnes 

Zahnrad.

Um diesen Prozess zu vereinfachen und eine höhere Wiederholgenauigkeit in der Produktion zu gewährleisten, haben 

wir uns für eine eigene Lösung entschieden.

Das Nockenwellenzahnrad ist das konstruktiv aufwendigere und kostspieligere Bauteil. Deshalb fertigen wir es in 

einer einheitlichen Ausführung mit festgelegten Abmessungen.

Die erforderliche Auswahlgruppe erreichen wir hingegen durch die Auswahl des dazugehörigen 

Kurbelwellenzahnrads. Die verschiedenen Ausführungen fertigen wir mit entsprechend abgestuften Zahndicken. Die 

Maßkontrolle erfolgt durch die Messung über eine festgelegte Anzahl von Zähnen (Messung über N Zähne).

Dabei ist zu beachten, dass es sich um ein von uns entwickeltes Auswahlverfahren handelt, das auf Messungen und 

Vergleichen originaler Bauteile basiert. Es ist keine exakte Rekonstruktion des werkseitigen Auswahlverfahrens, 

dessen Einzelheiten uns nicht vollständig bekannt sind.




Wichtiger Hinweis zur Auswahl der Steuerzahnräder !


Die auf dem Motorblock eingeschlagene Kennzeichnung der Auswahlgruppe dient als Grundlage für die erste 

Auswahl des passenden Steuerzahnradsatzes. Aufgrund der Maßunterschiede bei Originalteilen, der jahrzehntelangen 

Nutzung und möglicher früherer Motorreparaturen muss diese Kennzeichnung jedoch nicht immer den tatsächlichen 

Bedingungen für den Zahneingriff entsprechen.

Deshalb empfehlen wir, bei jeder Montage den korrekten Zahneingriff und das Zahnflankenspiel zu kontrollieren. 

Wird festgestellt, dass die Verzahnung zu eng oder zu locker ineinandergreift, kann es erforderlich sein, ein 

Kurbelwellenzahnrad aus einer anderen Auswahlgruppe zu verwenden, als es die Kennzeichnung des Motorblocks 

zunächst vermuten lässt.

Entscheidend für die endgültig richtige Auswahl ist das tatsächliche Zusammenspiel der Zahnräder im jeweiligen 

Motor und nicht ausschließlich die auf dem Gehäuse eingeschlagene Nummer.



Kontrolle der Passung und Auswahl der Steuerzahnräder – Anleitung


Zur Überprüfung der korrekten Passung wird zunächst das von uns gefertigte Zahnrad auf der Nockenwelle montiert. 

Anschließend wird das dazugehörige Kurbelwellenzahnrad eingesetzt, das entsprechend der auf dem Motorblock 

angegebenen Auswahlgruppe ausgewählt wurde.

Zur einfacheren Identifizierung haben wir die entsprechenden Auswahlgruppen auch auf unseren gefertigten 

Zahnrädern gekennzeichnet.

Nach der Montage beider Bauteile muss das Zahnflankenspiel mithilfe einer Fühlerlehre überprüft werden. 

Das von uns festgelegte Mindestzahnflankenspiel beträgt 0,05 mm.

Die Messung sollte in mehreren Winkelstellungen erfolgen. Dazu werden die Zahnräder schrittweise gedreht und ihr 

Zusammenspiel wird über den gesamten Umfang kontrolliert.

Vor der Kontrolle empfehlen wir außerdem, den Rundlauf der Kurbelwelle und der Nockenwelle zu überprüfen. Dies 

sollte möglichst mithilfe einer Messuhr erfolgen, während die Wellen gedreht werden.

Wir gehen davon aus, dass der Rundlauffehler 0,03 mm nicht überschreiten sollte. Für unsere 

Untersuchungen haben wir geschliffene Prüfdorne angefertigt, mit denen sich dieses Problem 

ausschließen ließ.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass unter realen Bedingungen nicht immer von einem vollkommen koaxialen und 

rundlauffehlerfreien System ausgegangen werden kann. Selbst geringe geometrische Abweichungen können dazu 

führen, dass sich das Zahnflankenspiel je nach gegenseitiger Stellung der Zahnräder verändert.

Aus diesem Grund ist der Wert von 0,05 mm als minimal zulässiges Zahnflankenspiel an der engsten Stelle 

der miteinander kämmenden Zahnräder zu verstehen und nicht als Mittelwert aus mehreren Messungen.

Verändert sich das Spiel beim Drehen des Systems, muss die Auswahl der Zahnräder vor allem die Stelle 

berücksichtigen, an der das Spiel am geringsten ist. Falls ein Kompromiss erforderlich ist, empfehlen wir, ein etwas 

größeres Zahnflankenspiel beizubehalten, anstatt einen zu engen Zahneingriff zu riskieren.

Außerdem muss berücksichtigt werden, dass sich die Bauteile während des Motorbetriebs erwärmen und sich 

dadurch die Bedingungen für den Zahneingriff verändern. Ein ausreichendes Zahnflankenspiel ist für den 

ordnungsgemäßen Betrieb des Zahnradtriebs unerlässlich. Es ermöglicht das freie Zusammenspiel der Zähne und 

unterstützt die Aufrechterhaltung eines Ölfilms zwischen ihren Oberflächen.

Ist das Zahnflankenspiel trotz Auswahl der Zahnräder entsprechend der Motorblockkennzeichnung zu gering oder zu 

groß, muss ein Kurbelwellenzahnrad aus einer anderen Auswahlgruppe verwendet werden.


ACHTUNG:


Entscheidend für die endgültige Auswahl der Steuerzahnräder ist das korrekt 

gemessene Zahnflankenspiel im jeweiligen Motor und nicht ausschließlich die 

werkseitige Kennzeichnung der Auswahlgruppe. Diese betrachten wir als 

Orientierung und Ausgangspunkt für die richtige Auswahl der Zahnräder.



Auswahlgruppen und Maßkontrolle der Verzahnung


Bei unserer Lösung fertigen wir das Nockenwellenzahnrad in einer einheitlichen Ausführung mit festgelegten 

Abmessungen. Die einzelnen Auswahlgruppen werden durch eine entsprechende Abstufung der Zahndicke des 

dazugehörigen Kurbelwellenzahnrads realisiert.

Die Steuerzahnräder der Simson AWO 425 besitzen eine Schrägverzahnung mit Modul 2 und einem Eingriffswinkel 

von 20°. Bei der Entwicklung der neuen Zahnräder haben wir die grundlegenden geometrischen Parameter der 

Originalverzahnung beibehalten.

Die Maßkontrolle der einzelnen Auswahlgruppen erfolgt durch die Messung über eine festgelegte Anzahl von Zähnen 

(Messung über N Zähne).

Die Abstufung der Auswahlgruppen erfolgt nicht durch eine Veränderung des nominalen Teilkreisdurchmessers. Bei 

gleichbleibenden grundlegenden geometrischen Parametern der Verzahnung bleibt dieser Durchmesser unverändert. 

Die Unterschiede zwischen den Auswahlgruppen ergeben sich aus der entsprechend abgestuften Zahndicke.

Wir haben 17 Auswahlgruppen mit den Kennzeichnungen −8 bis +8 festgelegt. Die Gruppe "0" dient dabei 

als Referenzmaß. Die einzelnen Gruppen unterscheiden sich jeweils um 0,03 mm im Kontrollmaß über N 

Zähne.






Die in der Tabelle angegebenen Werte stellen Abweichungen vom Kontrollmaß der Gruppe "O" dar. 

Es handelt sich weder um absolute Zahnradabmessungen noch um Werte des Zahnflankenspiels.

Die Kennzeichnung der Auswahlgruppe dient als Ausgangspunkt für die Auswahl der Zahnräder. Ob die Passung 

tatsächlich korrekt ist, entscheidet letztendlich die Kontrolle des Zahnflankenspiels im jeweiligen Motor. Diese muss 

in mehreren Winkelstellungen der miteinander kämmenden Zahnräder erfolgen.



Steuerzeitenmarkierungen – richtige Einstellung der Zahnräder


Ein besonders wichtiger Bestandteil der Montage ist die korrekte gegenseitige Positionierung der Steuerzahnräder.

Die Position der Zahnräder auf der Kurbelwelle und der Nockenwelle wird durch die entsprechenden Passfedern und 

Passfedernuten festgelegt. Aufgrund ihrer Konstruktion ist es nur eingeschränkt möglich, ein einzelnes Zahnrad 

falsch auf einer Welle zu positionieren.

Ein Fehler kann jedoch beim gegenseitigen Eingriff der Zahnräder entstehen. Selbst wenn beide Bauteile korrekt auf 

ihren Wellen sitzen, können sie in einer falschen Winkelstellung miteinander verbunden werden. Dies führt zu einer 

fehlerhaften Einstellung der Steuerzeiten.

Um dies zu verhindern, hat der Hersteller werkseitige Steuerzeitenmarkierungen angebracht, die sich an bestimmten 

Stellen auf den miteinander kämmenden Zahnrädern befinden.

Bei der Montage müssen die Zahnräder so ausgerichtet werden, dass ihre Markierungen der vom Hersteller 

vorgesehenen gegenseitigen Position entsprechen. Erst nach dem korrekten Eingriff der Zahnräder darf mit der 

weiteren Kontrolle der Passung und des Zahnflankenspiels begonnen werden.






Kauf- und Umtauschbedingungen für Steuerzahnräder


Um die korrekte Auswahl der Steuerzahnräder für die Simson AWO 425 zu erleichtern, bieten wir die Möglichkeit, das 

Kurbelwellenzahnrad nach erfolgter Vermessung im Motor gegen eine andere Auswahlgruppe auszutauschen.

Bei der Bestellung gibt der Kunde die auf dem Motorblock eingeschlagene Kennzeichnung der 

Auswahlgruppe an. Auf dieser Grundlage stellen wir einen vollständigen Satz Steuerzahnräder zusammen und 

versenden ihn. Dieser besteht aus einem universellen Nockenwellenzahnrad und einem Kurbelwellenzahnrad, das der 

angegebenen Auswahlgruppe entspricht.

Nach Erhalt des Satzes sollte der Kunde eine Probemontage durchführen und das Zahnflankenspiel anhand der zuvor 

beschriebenen Anleitung überprüfen.

Ergeben die Messungen, dass für eine korrekte Passung eine andere Auswahlgruppe erforderlich ist, ermöglichen wir 

den Austausch des Kurbelwellenzahnrads gegen eine Ausführung mit den passenden Abmessungen.

Bedingungen für den Umtausch


1. Der Kunde ermittelt anhand der durchgeführten Messungen die benötigte Auswahlgruppe und kontaktiert uns, um 

    den Austausch abzustimmen.

2. Das zuvor erhaltene Kurbelwellenzahnrad wird in unbeschädigtem Zustand, ohne Gebrauchsspuren und ohne 

     Veränderungen an uns zurückgesendet.

3. Nach Erhalt und Prüfung des zurückgesendeten Zahnrads versenden wir ein Kurbelwellenzahnrad, das der neu 

     ermittelten Auswahlgruppe entspricht.

4. Für den Austausch des Zahnrads gegen eine andere Auswahlgruppe berechnen wir keine 

    zusätzliche Gebühr für das Zahnrad selbst. Der Kunde trägt lediglich die Kosten für die Rücksendung des 

    bisherigen Zahnrads sowie für den Versand des Ersatzzahnrads.

Ausgetauscht wird ausschließlich das Kurbelwellenzahnrad. Das Nockenwellenzahnrad bleibt bei allen 

Auswahlgruppen identisch.

Unser Ziel ist es, eine korrekte Anpassung der Zahnräder an den jeweiligen Motor zu ermöglichen – auch dann, wenn 

die werkseitige Kennzeichnung des Motorblocks nicht mehr den tatsächlichen geometrischen Bedingungen entspricht.

Diese zusätzliche Umtauschmöglichkeit ist eine Serviceleistung unseres Unternehmens und schränkt die gesetzlichen 

Rechte des Käufers nicht ein.


Besuchen Sie regelmäßig unsere Homepage – Weitere Bilder und Preise folgen in Kürze!


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