Dynamo HD - Generator - Alternator 12V/150W
Der Ersatz für die Originale HD Lichtmaschine Model 32E
Einbaumöglichkeiten bei folgenden Motorrädern:
Harley Davidson
- WLA 749 ccm 1940 - 1952
- WL 749 ccm 1945 - 1952
- WLC 749 ccm 1941 - 1944
- Panhead 749 ccm 1948 - 1965
- Knucklehead 998 ccm - 1200 ccm 1936 - 1947
- Shovelhead 1206 ccm - 1338 ccm 1966 - 1984
- Ironhead 883 ccm - 998 ccm 1957 - 1985
Sehr geehrte Damen und Herren,
auf diesem Wege möchten wir euch unser neue Produkt Vorstellen.
Das Projekt Dynamo HD ist eine weitere Position in unserem breiten Sortiment an Ersatzgeneratoren für
historische Motorräder. Die von uns angebotenen Dynamos in den Versionen 6 V und 12 V haben sich in der Praxis
bereits in vielen englischen Motorradmarken bewährt, was zur Entwicklung einer vollständigen Baureihe von
Dynamos des Typs L geführt hat.
Unsere Dynamos funktionieren ebenso zuverlässig in deutschen und polnischen Motorrädern (z.
B. Junak) sowie in Modellen aus sowjetischer Produktion und ersetzen dort erfolgreich die originalen Generatoren.
Auch Besitzer von Harley-Davidson-Motorrädern suchten nach einem Ersatz für ihre Lichtmaschinen. Sie nahmen
Kontakt mit uns auf, stellten Muster der originalen Generatoren zur Verfügung und definierten die Anforderungen,
die das zukünftige DYNAMO HD erfüllen sollte. Auf Grundlage unserer langjährigen Erfahrung haben wir die
Herausforderung angenommen und mit der Entwicklung eines Geräts begonnen, das folgende Vorgaben erfüllen
musste:
- Maßliche Übereinstimmung mit der originalen Lichtmaschine.
- Hohe ästhetische Übereinstimmung: Das Gerät musste dem Original täuschend ähnlichsehen und sich
optisch harmonisch in das Motorrad einfügen.
- Verbesserte elektrische Leistungsparameter (Spannung und Leistung): Während die Originalgeneratoren diese
Werte kaum bei maximaler Drehzahl erreichen, sollte das Dynamo diese bereits bei entspannter Stadtfahrt liefern.
Der bisher von uns entwickelte Kern mit einer Versatzkonstruktion von ½ Zoll konnte in diesem Projekt nicht
verwendet werden. Die Arbeiten mussten daher mit einer vollständigen Neuentwicklung des Kerns und der gesamten
Konstruktion beginnen, um die oben genannten Anforderungen zu erfüllen.
Ausgehend von den Abmessungen des Originalgenerators Model 32E und den in der Praxis erzielten
Drehzahlbereichen entwickelte ich einen geeigneten Kern sowie einen Rotor, der anschließend auf dem Prüfstand
getestet wurde. Wie bei solchen Projekten üblich, erfüllten die ersten Prototypen unsere Erwartungen noch nicht
vollständig. Sie lieferten jedoch ein klares Bild der Ausgangslage und wertvolle Daten darüber, in welche Richtung
weiterentwickelt werden musste, um die gewünschten elektrischen Parameter in den definierten Drehzahlbereichen
zu erreichen. Nach fünf Überarbeitungen erhielten wir den finalen Entwurf eines Geräts, das alle Anforderungen
erfüllt.
Nachdem das Gerät die gewünschte elektrische Leistung lieferte, gaben wir ihm die Form und das äußere
Erscheinungsbild der originalen Harley-Lichtmaschine.
Ø Maße:
• Länge 175,30 mm
• Durchmesser Ø 95,40 mm
Technische Daten:
• Spannung 12V/ 150W
• 3 Phasen - Drehstromgenerator
• Spannung ohne Last bei 1200 U/min 14,4V
• Spannung unter Last 80W 14,2V bei 1500 U/min
• Masse Minus ( - )
• Elektronische Regler verbaut unter dem Gehäuse genau für das Dynamo HD abgestimmt
Technische Anforderungen:
• Masse Minus ( - )
• Batterie 12V ab 10 Ah - Gel, Säure oder Lithium Batterie
Das Gehäuse besitzt Außenmaße, die der originalen Lichtmaschine entsprechen. Es besteht aus einem vorderen Teil,
in dem zwei Gewindebohrungen im Maß 5/16" sowie ¼" (22 Gewindegänge pro Zoll) vorgesehen sind, sodass die
Montage sowohl in älteren als auch in neueren Motorversionen möglich ist.
Der Rotor wurde so konstruiert, dass sowohl Zahnräder des neueren als auch des älteren Typs montiert werden
können. Er verfügt über eine zum Original kompatible Vielkeilverbindung mit einer Bohrung für den Arretier Stift der
Zahnräder älteren Typs oder optional über ein Gewinde, das die Montage in neueren Motorausführungen ermöglicht.
Bei Verwendung in älteren Versionen muss das Gewinde abgedreht werden.
Der Rotor besteht aus Stahl mit erhöhten Festigkeitsparametern und wurde einer thermo-chemischen Behandlung
unterzogen. Auf ihm sind Neodym-Magnete montiert, die für den Betrieb bei Temperaturen bis 150 °C ausgelegt sind.
Nach durchgeführten Tests stellten wir fest, dass die Temperatur des Geräts nicht über die Temperatur des
Motorblocks ansteigt, also durchschnittlich etwa 50–60 °C. Unter der Annahme, dass an einem heißen Sommertag
bei hoher Motorlast maximal etwa 80 °C erreicht werden können, ergibt sich eine erhebliche thermische
Sicherheitsreserve für die Magnete.
Um die erforderliche Leistung des Geräts zu erzielen, haben wir Neodym-Magnete eingesetzt, die dem Rotor beim
Drehen einen Widerstand entgegensetzen. Um einer häufig gestellten Frage vorzugreifen:
Der Rotor „rastet“ während des Drehens charakteristisch ein – anders als bei einer nicht erregten Lichtmaschine.
Eine erregte Lichtmaschine, die eine vergleichbare Leistung wie das Dynamo erzeugen würde, würde einen
identischen Widerstand am Rotor verursachen.
Das Gerät verfügt über keine Bürsten, die bei herkömmlichen Lichtmaschinen häufig Ursache für Störungen und
Ausfälle sind.
Wir sind davon ausgegangen, dass eine Leistung von 1 50W den Bedarf sämtlicher Verbraucher im Motorrad mit
großem Spielraum abdeckt.
Der elektronische Regler ist im Gerät integriert und durch eine Blechabdeckung (den hinteren Deckel) verborgen,
deren Abmessungen dem Original entsprechen. Es können auch die Blechdeckel der originalen Lichtmaschine
verwendet werden, da wir exakt denselben Lochabstand wie beim Original vorgesehen haben.
Spannungsregler
Der von uns entwickelte Spannungsregler arbeitet nach einem anderen Prinzip als die meisten auf dem Markt
erhältlichen Lösungen. Übliche Regler schließen bei Überschreitung der Ladeschwelle die Stator Wicklungen kurz,
was einen maximalen Widerstand für das Gerät erzeugt und die Wicklungen stark erwärmt. Dies führt bei längerer
Belastung unweigerlich zu deren Beschädigung.
Unsere Lösung schaltet die Wicklungen ab, wenn die erzeugte Leistung nicht benötigt wird. Der Regler passt sich
automatisch dem aktuellen Leistungsbedarf an. Vereinfacht gesagt:
Wenn das Gerät mit 10 W belastet wird, erzeugt es auch nur 10 W – ohne dass sich die Wicklungen des Kerns
überhitzen. Bei steigendem Leistungsbedarf stellt der Regler die vom Dynamo erzeugte Leistung entsprechend höher
ein.
Akku / Batterie
Der Akku ist so auszuwählen, dass seine Kapazität an die maximale Leistung des Dynamos angepasst ist. Als
allgemein anerkannte Regel gilt, dass die Kapazität in Amperestunden (Ah) etwa ein Zehntel der Leistungsabgabe des
Geräts betragen sollte (bei der 6-V-Version eher leicht darüber):
- für die 12-V-Version wird ein Akku mit einer Mindestkapazität von 10 Ah empfohlen
- für die 6-V-Version sollte ein Akku mit 8 Ah Kapazität verwendet werden
In der Praxis bewähren sich derzeit Lithium-Ionen-Akkus oder AGM-Blei Akkus (Absorbent Glass Mat –
absorbierende Glasfasermatte) am besten. Selbstverständlich können auch herkömmliche Blei-Säure-Akkus
renommierter Marken verwendet werden. Aus eigener Erfahrung kann ich den Lithium-Ionen-Akku der Firma
Moretti empfehlen, der sich über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren bewährt hat.
Unsere Beobachtungen zeigen, dass Hersteller herkömmlicher Blei-Säure-Akkus offenbar der Philosophie einer
„einjährigen Produktlebensdauer“ folgen. Wir haben mehrfach erlebt, dass ein neuer Blei-Säure-Akku im Motorrad
unter normalen Bedingungen etwa ein Jahr funktionierte – und ein identisches Ersatzgerät, dass ungenutzt im Regal
stand und über ein Erhaltungsladegerät gepflegt wurde, ebenfalls nach etwa einem Jahr ausfiel. Beide gingen nach
ungefähr der gleichen Zeitspanne kaputt. Die Schlussfolgerung:
Egal ob genutzt oder gelagert – die Lebensdauer dieser Akkus ist annähernd identisch. Nach einer gewissen Zeit fallen
sie praktisch über Nacht aus und müssen entsorgt werden. Ähnliche Erfahrungen wurden uns auch von Kunden
berichtet.
Erwähnenswert sind zudem die im Harley eingesetzten Vibrationen, denen der Akku ausgesetzt ist. Günstige Akkus
hält diese Belastung oft nicht aus. Einzelne Zellen können sich lösen oder brechen, was zu einem sofortigen
Totalausfall führt.
Lithium-Ionen-Akkus sowie AGM-Blei Akkus sind aufgrund ihrer Bauweise deutlich widerstandsfähiger gegen
Vibrationen.
Kabelbaum / elektrische Anschlüsse
Das Dynamo HD verfügt über einen integrierten elektronischen Spannungsregler:
• Der mit A (+) gekennzeichnete Ausgang ist mit dem Pluspol zu verbinden, nachdem das Pluskabel vom Bauteil mit
der Nummer 32 im Schaltplan abgetrennt wurde.
• Die Bezeichnung F ist der (–) Ausgang für die Ladekontrollleuchte.
• Das Dynamo HD hat den Minuspol (–) intern mit dem Gehäuse verbunden, welches zwingend Massekontakt zum
Motorradrahmen haben muss.
Der Anschluss erfolgt folgendermaßen:
Zunächst wird das Pluskabel (+) vom originalen Regler abgetrennt (im Schema als Bauteil Nr. 32 dargestellt). Dieses
Kabel wird danach mit dem Ausgang A (+) des Dynamo HD verbunden.
Der Masseanschluss der Ladekontrollleuchte wird mit dem Ausgang F verbunden, der den (–) Pol der Kontrolllampe
darstellt
Montage des Dynamos HD
(1) Lesen Sie die Garantiekarte sorgfältig durch.
(2) Verfolgen Sie den dem Gerät beigefügten Schaltplan sehr genau und prüfen Sie, ob die installierte Anlage mit dem
Schema übereinstimmt. Bei Abweichungen ist zu klären, ob vorhandene Modifikationen mit den für den Einbau des
Dynamos erforderlichen Änderungen kompatibel sind.
(3) Verwenden Sie einen Akku, der für den Betrieb mit dem Dynamo geeignet ist:
mindestens 10 Ah bei der 12-V-Version (bzw. 8 Ah bei der 6-V-Version).
Auf keinen Fall dürfen Gel-Batterien verwendet werden, wie sie z. B. in Hausalarmanlagen eingesetzt werden.
Bei herkömmlichen Blei-Säure-Akkus ist ein Entlüftungsschlauch zu montieren, dessen Austritt unterhalb der
unteren Kante des hinteren Schutzblechs liegt.
(4) Das Gerät arbeitet mit Masse = Minus (–). Der Minuspol (–) des Akkus ist mit einem mindestens 1,5 mm² starken
Kabel mit der Motorradkarosserie zu verbinden. Die Kabelenden müssen mit Kupfer- oder Messingkabelschuhen
versehen und idealerweise zusätzlich verlötet sein.
(5) Das Dynamo HD hat den Minuspol (–) intern mit dem Gehäuse verbunden. Prüfen Sie, ob das Gehäuse eine
stabile Masseverbindung zur Karosserie des Motorrads hat.
(6) Das Pluskabel (+), Anschluss A (+), kann an den Ausgang Nr. 4 des Zündschlosses angeschlossen werden.
Dadurch liegt im Stand keine Spannung am Spannungsregler an. In der Standardkonfiguration funktioniert auch
Anschluss Nr. 3 einwandfrei.
(7) Das mit F gekennzeichnete Kabel ist die Masse (–) für die Ladekontrollleuchte.
Nach korrektem Anschluss muss die Kontrollleuchte leuchten, sofern sie über ihr Pluskabel gespeist wird.
Achtung:
Die Kontrollleuchte funktioniert nur, wenn
- der Akku angeschlossen ist und • der Minuspol an Masse liegt (siehe Punkt 4).
Bei einer Verwechslung der Pole – also, wenn der Akku mit Plus an Masse angeschlossen wird – kann der
Spannungsregler dauerhaft beschädigt werden. Ein solcher Schaden ist nicht durch die Garantie abgedeckt!
• der Spannungsregler nicht über Plus- und Minuskabel mit dem Akku verbunden ist,
- • der Akku nicht mit dem Motorradrahmen (Masse) verbunden ist,
- • die Fassung der Kontrollleuchte beschädigt ist, die Glühbirne keinen Kontakt hat oder defekt ist,
- • am mit F gekennzeichneten Kabel Spannung anliegt – dies kann das Steuerelement der Kontrollleuchte
- zerstören.In diesem Fall funktioniert die Ladung weiterhin korrekt, aber die Kontrollleuchte leuchtet
- dauerhaft oder gar nicht.
- Dieser Fehler tritt häufig beim Wechseln der Glühbirne unter Spannung oder bei Arbeiten an der Lampe auf,
- wo durch die schlechte Zugänglichkeit leicht ein Kurzschluss entstehen kann.
- Die korrekte Funktion des Kreises lässt sich prüfen, indem man das Ende des F-Kabels an das Gehäuse des
- Dynamo HD hält.Die Kontrollleuchte für den Leerlauf lässt sich testen, indem man das Kabel an die Masse
- des Motorrads hält – die Leuchte muss aufleuchten. Wenn dies nicht geschieht, liegt der Fehler in der
- Lampenfassung oder den Anschlüssen im Scheinwerfer.
- Bei Ausfall der Kontrollleuchte sollte die Fehlersuche mit der Überprüfung der Glühbirne der
- Leerlaufkontrollleuchte beginnen.
(8) Mechanische Montage
Das Dynamo ist ein Ersatz für die originale Lichtmaschine und wird exakt nach den gleichen Einbauvorschriften
montiert.
Für den korrekten Einbau empfiehlt es sich, die seitliche Motorabdeckung zu entfernen, um freien Zugang zu den
Zahnrädern zu erhalten.
Das Zahnflankenspiel ist mithilfe von Unterlegscheiben gemäß der Originalanweisung einzustellen, sodass es weder
zu groß noch zu klein ist. Bei einem neuen Zahnradsatz soll das Spiel 0,05 bis 0,1 mm betragen.
Achtung:
Das Zahnflankenspiel muss nach vollständigem Anziehen des Dynamos überprüft werden, da es sich während des
Anziehvorgangs verändern kann.
Vor dem Einbau ist zu prüfen, ob das Zwischenrad (Leerlaufrad) nicht zu großes Spiel in der Gleitpassung (Buchse–
Achse) hat.
Bei zu großem Spiel kann es während des Betriebs zum „Verklemmen“ der Zahnräder kommen, was zur Beschädigung
der Dynamoachse (bis hin zum Bruch) oder zum schnellen Verschleiß der Zahnflanken führen kann.
Die Verwendung eines alten Zahnradsatzes zusammen mit einem neuen Dynamo-Zahnrad verursacht in vielen Fällen
zusätzlichen Lärm.
Für Motorräder, in denen der alte Steuertrieb beibehalten wird, wird dringend empfohlen, zumindest das
Zwischenrad samt Achse auszutauschen, da dieses Rad direkt mit dem neuen Zahnrad des Dynamo HD
zusammenarbeitet.
Werden übermäßiges Spiel oder ein zu strammer Eingriff der Zahnräder nicht beseitigt, kann dies zu einem sehr
schnellen Verschleiß der Lager führen, was nicht durch die Garantie gedeckt ist.
Im Gerät sind hochwertige FAG-Lager mit C3-Spiel verbaut – ein Verschleiß unterhalb von 25.000 km ist praktisch
ausgeschlossen.
Hinweis:
Viele Kunden fragen, ob es normal ist, dass beim manuellen Drehen des Zahnrads am Dynamo-Rotor
charakteristische Rastbewegungen spürbar sind.
Ja – das Gerät enthält permanentmagnetische Elemente, die während der Drehung diesen Effekt verursachen. Dies
ist völlig normal und kein Anzeichen für einen Lagerschaden.
Eine erregte Original-Lichtmaschine erzeugt bei entsprechender Leistung ebenfalls einen spürbaren Widerstand am
Zahnrad.
►In Lieferung enthalten:
- Dynamo HD
- Garantiekarte
- Betriebsanleitung
- Verpackung
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Dynamo HD
Art. Nr.: 00 2576 7HD 12 - Dynamo HD- 12V/150W - 650,00 €
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